Wieso folgen mir keine Zeichen und Wunder?

Denen aber, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen (= dauernd zuteil werden): in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in (= mit) neuen Zungen reden, werden Schlangen aufheben und, wenn sie etwas Todbringendes (oder: Giftiges) trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“

Markus 16:17-18

Erlebe ich diese Zeichen?

Als ich diesen Vers gelesen habe, hatte ich folgende Fragen im Kopf:
Erlebe ich das?
Treibe ich Dämonen aus?
Erlebe ich Heilungen?
Werde ich diese Dinge irgendwann erleben, wenn ich mein Christsein so weiterlebe, wie ich es derzeit tue?
Werden mir diese Zeichen folgen?
Kann ich in paar Jahren auf mein Leben schauen und sagen: “Ja, diese Zeichen sind in meinem Leben regelmäßig vorgekommen.”
Was werden wir antworten, wenn ein Fremder die Bibel aufschlägt und uns fragt: “Erlebst du das? Stimmt das?”

Erleben andere diese Zeichen?

Warum habe ich diese Zeichen bisher kaum erlebt? Was wird die durchschnittliche Antwort sein, wenn ich in der Gemeinde frage: “Hast du schon mal einen Dämonen ausgetrieben? Wie oft legst du Menschen die Hände auf und erlebst Heilungen?”

Stell dir mal vor

Was für ein Privileg, wenn Gott uns gebraucht, dass durch uns Menschen von dämonischen Kräften freigesetzt werden. Das Menschen geheilt werden. Das Menschen Gott ganz real erleben. DURCH DICH und DURCH MICH. Ich glaube, dass erfüllt uns zutiefst. Weil das Reich Gottes in uns ist und sich ausbreiten möchte. Stell dir das mal vor. Gott möchte durch uns wirken.

Ja, ich erlebe Gott aber …

Ja, ich erlebe Gott, wie er in meinem Leben wirkt und sich um mich kümmert. Ja, ich kann von ganzem Herzen sagen: GOTT IST REAL. Ich sehe und erlebe das. Und ja, Gott hat auch schon in meinem Leben tatsächlich Wunder getan. Aber das waren ein paar einzelne Ereignisse, wo jeweils einige Jahre dazwischen liegen. Und verstehe mich bitte nicht falsch. Es geht mir auch nicht darum, unbedingt Zeichen und Wunder hinterherzulaufen. Nein eigentlich doch genau umgekehrt: Die Zeichen und Wunder sollen doch laut der Bibel mir folgen? Und ich kann leider nicht sagen, dass sie es tun.

Die Frage ist nicht “Wie kann ich …”

Die Frage ist also nicht: Wie und wo kann ich Zeichen und Wunder erleben? Sondern: Wieso folgen mir die Zeichen und Wunder nicht, so wie Jesus es gesagt hat?

Die zum Glauben gekommen sind

Jesus sagt “Denen aber, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen …”
Fertig. Aus.

Bin ich zum Glauben gekommen? Ja.
Folgen mir diese Wunderzeichen? Nein.
Wo ist das Problem? Darum soll es in diesem Artikel gehen.

Nebeneffekt

Es geht nicht darum wie ich in meinem Leben Zeichen und Wunder “produzieren” kann. Wie ich sie erschaffen kann. Es geht eher um den Sideeffect. In dem Bibelvers steht das Wort “folgen”.
Zeichen und Wunder sollen uns Gläubige ganz von allein nachfolgen. Ohne Anstrengung. Ohne das wir sie krampfhaft bewirken wollen. Nein, sie passieren einfach. Sie sind einfach da. Sie folgen uns wohin wir auch gehen.

Ich bin doch auch zum Glauben gekommen?

Eigentlich hört es sich doch ganz simpel an.
Die zum Glauben gekommen sind, erleben diese Zeichen.
Wenn ich jetzt seit mehreren Jahren diese Zeichen aus Markus 16:17 nicht erlebe, sollte ich mir vielleicht mal anschauen, was es mit dem Glauben auf sich hat.
Reicht es nicht aus, an Jesus und sein vollbrachtes Werk am Kreuz (an das Evangelium) zu glauben, eine Beziehung mit Gott zu haben, sein Frieden zu genießen, seine Gegenwart zu praktizieren, ihn mehr und mehr kennen zu lernen, mit ihm zu reden (Gebet), Offenbarungen aus seinem Wort zu bekommen … ? Glauben bedeutet doch in erster Linie: Vertrauen! Sein Vertrauen auf Jesus und sein vollbrachtes Werk setzen.

Und es ist ja nicht so, dass ich ein kalter ausgebrannter Christ bin, der einfach nur noch vor sich hin lebt. Ich liebe Jesus. Ich liebe es Zeit in seinem Wort zu verbringen. Ich liebe es, wenn ich in der Gemeinde über Jesus predigen darf. Ich liebe es über das Evangelium nachzudenken. Aber warum folgen mir diese Zeichen nicht? Das ist doch eine berechtigte Frage.

In Jesus ist zwischen Gott und mir alles in Ordnung!

Es geht mir hier auch nicht um: Bin ich ein guter oder schlechter Christ? Hat Gott mich noch lieb? Nein, wir sind allein aus Gnade gerettet. Durch das Blut Jesu bin ich reingewaschen. Ich habe Frieden mit Gott, dank Jesus. Es gibt keine Verdammnis. Zwischen mir und Gott ist alles in Ordnung.

Aber es geht hier um die Perspektive: Wieso erlebe ich etwas nicht, was in der Bibel steht. Warum verpasse ich vielleicht das Priveleg von Gott gebraucht zu werden und diese Zeichen auch zu erleben? Es geht um das: Ja, ich möchte das auch erleben! 🙂

Andere Menschen!

Mir ist aufgefallen, dass bei diesen Zeichen um andere Menschenleben geht. Es geht in dem Fall gar nicht um mich.

Es geht darum, dass jemand anderes von dämonischen Mächten befreit wird. Es geht darum, dass jemand anderes von körperlichen Schmerzen geheilt wird. Es geht darum, dass ein anderes Leben mit dem Königreich Gottes in Kontakt kommt. Es geht darum, dass jemand anderes auch die gute Nachricht hört. Es geht darum, dass jemand anderes die Kraft Gottes erlebt. Es geht darum, dass jemand anderes Jesus kennen lernt.

Bin ich vielleicht in meiner Beziehung mit Gott zu selbstzentriert?

Was genau sagt die Bibel dazu?

Nach den ganzen Fragen und dem Reflektieren möchte ich endlich danach suchen, was das Wort Gottes dazu sagt. Hier nochmal der Eingangsvers:

Denen aber, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen (= dauernd zuteil werden): in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in (= mit) neuen Zungen reden, werden Schlangen aufheben und, wenn sie etwas Todbringendes (oder: Giftiges) trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“

Markus 16:17-18

Kontext VOR Markus 16:17-18

Grundsätzlich geht es um die Auferstehung und wie die Jünger darauf reagieren. Wie reagiere ich darauf? Ist das vielleicht schon der erste Punkt? Sehe und rede ich vom auferstandenen Jesus? Oder “nur” vom Gekreuzigten?

Wenn ich ehrlich reflektiere, dann betone ich beim Evangelium immer wie Jesus für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist und das er jetzt unsere Gerechtigkeit ist. Das ist auch alles wunderbar und wahr. Aber bleibe ich beim Kreuz stehen? Ich betone kaum die Auferstehung. Fehlt es mir da an Offenbarung? Jesus LEBT! und ist auferstanden. Ist diese Realität in meinem Herzen? Warum predige ich das so wenig?

Suche ich Jesus am Kreuz?

Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, er ist nicht hier.

Markus 16:6

Ist Jesus am Kreuz für unsere Sünden gestorben? Ja.
Aber er ist nicht mehr am Kreuz. Er ist auferstanden. Er lebt.
Sehe ich Jesus als Gekreuzigten oder als lebendigen Auferstandenen?

Wie reagiert Gott auf die Auferstehung Jesu?
  1. Seine ersten Worte waren: “Erschreckt nicht!
  2. Dann sinngemäß: “Ändert eure Perspektive. Jesus ist nicht mehr gekreuzigt. Er lebt. Er ist auferstanden.
  3. Verkündigt es den anderen Jüngern.”
  4. Aber sie taten es nicht aus Angst.
Wie reagieren die Jünger auf die Auferstehung?
  1. Dann offenbarte sich Jesus der Maria Magdalena (Vers 10). Diese verkündigte es dann den anderen, die noch trauerten und weinten.
  2. Die Jünger glaubten es zunächst nicht.
  3. Dann offenbarte sich Jesus zwei Jüngern. Diese verkündigten es dann den anderen.
  4. Aber auch diesmal glaubten die anderen Jünger nicht.
  5. Dann offenbarte sich Jesus den 11 Jüngern und offenbarte sich und tadelten ihren Unglauben und die Härte ihres Herzens, weil sie den anderen nicht geglaubt hatten.
Was passierte dann?

Jesus sagte zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Kontext nach Markus 16:17-18

Ich denke die letzten Verse nach Markus 16:17-18 sind selbsterklärend:

Sie aber zogen aus und verkündigten überall. Und der Herr wirkte mit und bekräftigte das Wort durch die Zeichen, die dabei geschahen.

Markus 16:20

Was taten sie nachdem sie gläubig geworden sind? Sie verkündigten!
Was erlebt sie nachdem sie gläubig geworden sind und verkündigt haben? Zeichen und Wunder.

Fazit

Ich erlebe keine Zeichen und Wunder weil ich nicht verkündige.

Und wenn ich ehrlich bin: In den Zeiten, wo ich solche Zeichen ansatzweise erlebt habe, waren die, wo ich auf Menschen zugegangen bin und ihnen vom Evangelium erzählt habe und ihnen Gebet angeboten habe.

Und nochmal: Es gibt keine Verdammnis für die, die in Jesus Christus sind. Auch keine Verdammnis für die, die in Jesus sind und nicht verkündigen.

Aber hey, ich möchte das erleben. Ich möchte diesen Plan entdecken, den Gott für mein Leben hat. Ich möchte nicht frustriert und geschafft vom Leben in den Himmel eintreten sondern mit vielen anderen Seelen, denen ich das Evangelium bringen durfte. Ich möchte das erleben, wie Gottes Kraft durch mich sichtbar wird für andere.

Lasst uns diese Freude entdecken.
Das es kein relgiöser Druck ist sondern ein Privileg. Ich darf. Ich darf mich von Gott gebrauchen lassen.
Lasst uns den Weg entdecken, wie wir ganz persönlich auf unsere Art und Weise Menschen von Jesus erzählen können. Und zwar nicht nur den Gekreuzigten sondern den Auferstandenen. 😉

Gott ist freundlich

Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist: wohl dem Manne, der auf ihn vertraut!

Ps 34:8

Gott schaut dich freunlich an

Gott ist freundlich. Gott schaut dich mit einem freundlichen Gesicht an. Siehst du es, wie Gott dich freundlich anschaut? Ich liebe diesen Gedanken, weil er so praktisch und nahbar ist. Was für eine schöne Wahrheit.

Das Thema Freundlichkeit fasziniert mich, weil Freundlichkeit simpel aber so kraftvoll und wertvoll ist. Wie angenehm es doch ist, wenn die Dame an der Kasse mich freundlich grüßt und mir einen schönen Tag wünscht. Wie vertrauter es sich doch anfühlt, wenn der Nachbar am Postkasten mir freundlich ein schönen Feierabend wünscht. Wie gesehen und gewollt ich mich doch fühle, wenn ich auf einer Veranstaltung freundlich begrüßt werde. Was für ein erfreuter Start in den Tag es doch ist, wenn das erste Gesicht mich freundlich anschaut. Es macht etwas mit uns. Es macht etwas mit der Atmosphäre.

Oh was für ein Segen doch die Freundlichkeit ist. Und das Schöne daran ist, freundlich zu sein, ist nicht besonders schwer. Jeder kann sofort damit starten. Es ist manchmal nur eine Entscheidung notwendig.

Du möchtest heute ein Segen sein?

Fange an, Menschen mit Freundlichkeit zu begegnen. Oft sind dafür noch nicht einmal Worte notwendig. Wie heilsam es für diese Welt doch wäre, wenn wir anfangen, Menschen mit den Augen Gottes zu sehen. Oft ist es nur ein herzlicher freundlicher Blick, der dem Gegenüber sagt: “Du bist gesehen. Du bist wertvoll. Du bist gewollt. Gott liebt dich.”.
Freundlichkeit kann das Herz öffnen, um anschließend Worte des Lebens zu säen.

Nicht nur das. Ich merke wie freisetzend es für meine eigene Seele ist. Es entstehen gute Gedanken und Sympathie über die Person. Manchmal ist es fast so, als ob Gott mich “mitsehen” lässt, wie wunderbar er diese Person findet. Es kann viel Freude bereiten, den Tag bewusst mit Freundlichkeit zu verbringen. Menschen reagieren darauf.

Manchmal ist aber auch genau das Gegenteil der Fall. Ich laufe selbstzentriert und “kalt” durch die Straßen und nehme andere Menschen kaum wahr. Aber Gott sei dank, haben wir den Heiligen Geist, der mich regelmäßig daran erinnert, das Priveleg, als Botschafter Jesu andere Menschen mit Freundlichkeit zu segnen, nicht zu verpassen. Ja es macht Freude, freundlich zu sein. Und es ist so einfach.

Ist es nicht interessant, dass Freundlichkeit auch eine Frucht des Heiligen Geistes ist? Oder das Freundlichkeit gesund macht (siehe Sprüche)? Und noch so viel mehr.

Diese Bibelverse über Freundlichkeit begeistern mich:

Kummer im Herzen drückt einen Menschen nieder, aber ein freundliches Wort heitert ihn auf.

Spr 12:2

Ein freundlicher Blick erfreut das Herz

Spr 15:30

Im freundlichen Blick des Königs liegt Leben

Spr 16:15

Honigseim sind freundliche Worte, süß für die Seele und gesund (oder: eine Arznei) für den Leib.

Spr 16:24

Als aber die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes, unsers Retters (oder: Heilands), erschienen war,

Tit 3:4

Geist der Gnade

Sodann will ich […] den Geist der Gnade und der Bitte um Gnade ausgießen

Sach 12:10

Ausgegossen

Der Heilige Geist, der über uns ausgegossen wurde, ist ein Geist der Gnade.
Als Christ hat es in deinem Herzen nicht nur ein bisschen Heiliger Geist reingetropft. Du hast auch nicht nur ein paar Spritzer abbekommen wie beim Blumen gießen. Nein, der Heilige Geist, der Geist der Gnade und der Liebe wurde reichlich AUSGEGOSSEN. Platsch!!!

Hörst du das Rauschen?

Hörst du das Geräusch wenn man ein großen Eimer Wasser ausgießt?
Hörst du das Sprudeln wenn die Wellen vom Meer aufschlagen?
Siehst du und hörst du es, wie dein Herz von Gott geflutet wurde?
Erlauben wir es, dass sich unsere ausgetrockneten Seelen wie ein Schwamm vollsaugen?
Ausgegossen. Ströme des lebendigen Wassers.
Manche fahren an das Meer, nur um es zu hören. Es hat etwas beruhigendes, nicht wahr?
Hörst du das Rauschen des Heiligen Geistes in deinem Leben?

Siehe da, eine Welle …

Siehe da, eine Welle der Offenbarung, die die nächste Lüge in unserem Leben wegspülen möchte.
Siehe da, eine Welle der Kraft und Auferbauung, die uns wieder nach vorne treibt.
Siehe da, eine riesige Welle der Gegenwart Gottes, die einfach über uns einstürzen und uns umgeben möchte.
Siehe da, noch ganz viele Wellen …
Aber was ist das…?

Wellenbrecher

Oh je, lieber Herr Jesus, gibt es Wellenbrecher in meinem Herzen?
Mögen riesige Wellen des Heiligen Geistes in meinem Leben entstehen, dass selbst die Nachbarninseln die ersten Spritzer der Liebe Gottes abbekommen. Das die Boote, die mein Leben beobachten und durchkreuzen, ins Wanken und ins Wackeln kommen und in deine Arme der Gnade fallen.

Sind die Wellenbrecher vielleicht das Gegenteil von Gnade? Stolz und Selbstgerechtigkeit. Der Versuch, Werke zu vollbringen, die Gott (durch uns) tun möchte? Der Versuch, Dinge zu vollbringen, die Jesus schon längst vollbracht hat? Der Versuch unabhängig zu sein? Der Versuch stark zu sein? Ich höre die Worte Jesu aus 2. Kor 12:9 :

„Meine Gnade ist für dich genügend (= muss dir genügen), denn meine Kraft gelangt in der Schwachheit zur Vollendung (= zu voller Auswirkung).“

Daher will ich mich am liebsten um so mehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi Wohnung bei mir nimmt..

Einatmen

Ich möchte keine Wellenbrecher in meinem Herzen. Ich möchte Surfbretter des Vertrauens und Segel-Katamarane des Loslassen. Ich möchte den frischen Wind des Heiligen Geistes einatmen und rufen: ICH LEBE!

Das Einatmen beginnt vielleicht mit diesem Vers:

Als aber die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes, unsers Retters (oder: Heilands), erschienen war,
da hat er uns – nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir unserseits vollbracht hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung des heiligen Geistes,
den er reichlich auf uns ausgegossen hat durch unsern Retter (oder: Heiland) Jesus Christus,
damit wir durch seine (d.h. Christi) Gnade gerechtgesprochen und unserer Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden.

Titus 3:4-7


reines Gewissen

um wieviel mehr wird das Blut Christi, der kraft ewigen Geistes sich selbst als ein fehlerloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen!

Heb 9:14

Durch das Blut Jesu, durch das vollbrachte Werk von Jesus wird unser Gewissen von toten Werken gereinigt. Wozu? Damit wir dem lebendigen Gott dienen können.

In Freude dienen

In Freiheit dienen zu können, ist etwas wunderbares. Wir alle kennen dieses Gefühl, wenn wir jemanden eine Überraschung machen. Es fühlt sich nicht nach “harter Arbeit” an sondern ganz im Gegenteil: Man hat riesige Freude daran, den anderen zu beschenken. Ja, es macht Freude. Man macht es gerne. Es fühlt sich gut an.

Dienen “weil” und nicht “damit”

Und genau in diesen Zustand möchte Gott uns auch bringen. Wir sollen ihm nicht dienen, DAMIT unser Gewissen gereinigt ist sondern WEIL es bereits durch das Blut Jesu gereinigt ist, können wir jetzt mit Zuversicht und Freude Gott dienen. Ganz entspannt. Ganz echt. Ohne Relegion.

Gott zu dienen ist nichts negatives

Wir müssen keine Angst mehr haben, dass uns irgendwas von Gott trennt. Oder wir einen Fehler machen und Gott sauer auf uns ist. Ja, Gott möchte uns mit diesem Herzenzustand sogar segnen, dass wir gerne dienen. Weil es – mit der richtigen Haltung – etwas kostbares ist. Es ist schon fast ein Geheimnis. Während es in der Welt darum geht, viel zu bekommen, liegt ein Schatz der Glückseligkeit im Dienen. “Gott zu dienen” ist überhaupt nichts negatives oder belastendes. Es ist freisetzend.

Voraussetzung

Die Voraussetzungen dafür ist, zu wissen, dass zwischen mir und Gott alles in Ordnung ist und ich mir nichts mehr verdienen muss. Ich muss nichts aus einem religösen Druck heraus tun. Ich darf jetzt einfach sein. Einfach machen und mich durch die Kraft des Heiligen Geistes verändern lassen.

Deshalb spricht dieser Bibelvers hier von “Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir den lebendigen Gott dienen können”. Mit Gewissen ist im Urtext die Wahrnehmung, das Bewusstsein gemeint. Wessen sind wir uns bewusst? Wieviele Fehler wir machen? Wieviele Sünden wir noch in unserem Leben haben? Was ich angeblich noch alles tun muss, um ein besserer Mensch zu werden? Oder bin ich mir dessen bewusst, was Gott am meisten ehrt: Nämlich dass er aus Liebe seinen Sohn sandte, damit er für alle meine Sünden starb und sie auslöschte und mein Gewissen von toten Werken (den relegiösen Versuch ohne Glaube aus eigener Leistung mich gerecht zu machen, was wiederrum purer Stolz ist und das Kreuz ablehnt) reinigte.

Gnade macht frei von Stolz

Menschen, die die Gnade Gottes verstanden haben, werden frei von frommen Stolz. Ihr Gewissen wird frei von dem Druck, den der Feind uns macht: “Hilfe! Ich muss etwas für Gott tun sonst ….

Nein, Menschen die verstanden haben, was Jesus für sie getan hat, erfahren eine tiefe Ruhe in ihrem Gewissen und Gebete der Dankbarkeit steigen empor. Ein Herz was frei von Relegion ist. Ein Herz, was in Freiheit den lebendigen Gott gerne dienen möchte.

Hier noch drei tolle Parallelstellen:

So lebe also nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir; was (= soweit) ich jetzt aber noch im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat.

Galater 2:20

und wandelt in der Liebe, wie auch Christus euch geliebt und sich selbst für uns als Weihegabe und Opfer dargebracht hat, Gott zu einem lieblichen Wohlgeruch.

Epheser 5:2

In diesem haben wir die Erlösung, nämlich die Vergebung der Sünden;

Kolosser 1:14


Anker für die Seele

damit wir durch zwei unabänderliche Tatsachen, bei denen Gott unmöglich getäuscht haben kann, eine starke Ermutigung besäßen, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die uns eröffnete Hoffnung zu ergreifen.

Heb 6:18

In dieser besitzen wir ja gleichsam einen festen und zuverlässigen Anker für unsere Seele, der bis hinter den Vorhang (in das himmlische Heiligtum) hineinreicht,

Heb 6:19

Was für ein tiefes Bild: “Ein Anker für unsere Seele, der bis hinter den Vorhang (also in Gottes heilige Gegenwart) hineinreicht”.

Jesus selbst ist diese Hoffnung. In Ihm sind wir tief verankert in der Gegenwart Gottes. Im alten Testament durfte nur der Hohepriester in dieses Heiligtum und musste sich vorher reinigen. Um die Sünden zu bedecken, war es nötig Blut zu vergießen. Ein Tier wurde geschlachtet.

Doch Jesus bedeckte unsere Sünde nicht. Er nahm sie vollständig hinfort. Er vergoß sein eigenes Blut, welches uns komplett reinigt. Für immer. Er – der Sohn Gottes – hat sich selbst geopfert. Mir und dir ist vergeben in Jesus. Ein für alle mal. Im neuen Testament hören wir die Sehnsucht des Vaters: “Kommt nach Hause, der Weg ist frei. Mein Sohn Jesus ist der Weg.“.

Wenn die Stürme des Lebens und Ströme dieser Welt uns hin und her reißen, haben wir ein festen Anker für unsere Seele. Jesus. Die Gegenwart Gottes.

Während die Welt orientierungslos in den Fluten dieser Zeit hin und her schwappt, langsam untergeht und jede Seele tief nach Hilfe und Erfüllung verlangt, darf unsere Seeele zur Ruhe kommen indem wir auf Ihn schauen. Auf Jesus. Er selbst ist der Friedefürst. Er gibt uns Ruhe.

Aber was ist mit den anderen? Werden wir ihnen den Rettungsring “Jesus” rüberwerfen? Werden wir mit ganzer Kraft in den Stürmen und zwischen den gewaltigen Wellen rüberschreien: “Es gibt Hoffnung! Siehe da! Dort ist ein Anker für deine Seele. Ergreife ihn. Lebe! Empfange! Halte dich an Jesus fest.”

Im neuen Testament heißt es, dass Jesus uns zu Menschenfischern machen möchte. Es geht nicht um Relegion. Es geht nicht um “Leute zu missionieren”. Es geht nicht darum, dass die Gemeinde neue Mitglieder bekommt. Nein, wir dürfen durstige und ertrinkende (interessante Wortkombination) Seelen ein Rettungsring voller Hoffnung, voller Gnade, voller Liebe zu werfen. Und dieser Ring heißt: Jesus.

Wir selber können Menschen nicht retten. Wir werfen nur den Ring. Wir bitten und beten für sie, dass sie ihn ergreifen.

Während ich diese Zeilen hier schreibe, macht es mich irgendwie betroffen, dass dieser rettende Jesus oft gar nicht mehr oder viel zu selten gepredigt wird. Manchmal wird dieser einfache und kraftvolle Rettungsring auch in abgeschwächter Form dargestellt. Plötzlich klebt an diesem Ring eine “todo” Liste oder ein Arbeitsvertrag. Und dann ist es kein Rettungsring der Gnade mehr, der uns unverdient und ohne Eigenmühe über Wasser hält sondern es ist plötzlich ein toter relegiöser Ring aus Stein, der uns noch mehr runterzieht. Wo wir aus eigener Kraft versuchen, diese Last aufrecht zu halten. Und plötzlich schreit diese Welt zu der Gemeinde: “Lass mich bitte mit diesem Stein-Ring in Ruhe. Ich habe es schwer genug mich über Wasser zu halten. Lieber ertrinke ich.

Gebet: Jesus, während ich mich selbst ganz fest an dich klammere und deine Nähe genieße, bitte gebrauche meinen Mund, um andere Menschen zu ermutigen dasselbe zu tun.

Ich beende diese Notiz mit diesen Bibelversen:

Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung in Gnaden geschenkt hat,

2.Thes 2:16

Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn zur Sühnung (= als Sühnopfer; vgl. 2,2) für unsere Sünden gesandt hat.

1.Joh 4:10

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen (= einzigen) Sohn hingegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.

Joh 3:16


Sinne trainieren

Für Gereifte (oder: Vollkommene, d.h. Erwachsene) dagegen ist die feste Nahrung da, nämlich für die, welche infolge ihrer Gewöhnung geübte Sinne (= Sinneswerkzeuge) besitzen, so dass sie das Gute und das Schlechte zu unterscheiden vermögen.

Heb 5:14

Wir können unsere Sinne trainieren. Wir können die Wahrheiten aus dem Wort Gottes bewusst praktizieren und unsere Sinne dadurch geistlich stärken und erneuern. Wenn mich ein Bibelvers anspricht, gefällt mir der Gedanke: “Wie kann ich diese Wahrheit in meinem Alltag anwenden?” Oder gegebenfalls: “Jesus, ich verstehe das nicht, wie ist das gemeint? Wie kann ich das anwenden?

Was ist die Folge davon? Reife und die Fähigkeit immer besser das Gute vom Schlechten zu unterscheiden.

Eine Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, uns Dinge zu offenbaren und uns dabei zu helfen, diese ganz praktisch anzuwenden. Eione weitere Aufgabe von Ihm ist es sogar uns an Dinge zu erinnern. 🙂 Dein persönlicher Reminder. Ist das nicht genial? Aber sein Name (Parakletos ) bedeutet auch “der zur Hilfe Herbeigerufene“. Werden wir ihn um Hilfe bitten? Werden wir zu ihm rufen: “Heiliger Geist bitte hilf mir das Wort zu verstehen. Bitte erinnere mich daran, es in meinem Alltag anzuwenden…

Ich glaube je mehr wir in Kooperationen mit dem Heiligen Geist das Wort bewusst im Leben anwenden, desto tiefer geht es in unser Herz und so mehr Offenbarung kommt nach. Es ist wie mit den anderen Dingen im Leben: Was wir viel leben und praktizieren, vergessen wir irgendwann nicht mehr und es wird zur einer Selbstverständlichkeit und ist nicht mehr mühsam. Ich brauche jedenfalls seit einigen Jahren schon keine Erinnerung mehr, dass ich mir morgens die Zähne putzen sollte. 🙂

Unser Geist ist vom Neuen geboren aber unser Verstand nicht. Dort müssen unsere Sinne bewusst trainiert und erneuert werden durch das wunderbare Wort Gottes. Das scheint mir hier noch eine gute Bibestelle zu sein.

Gestaltet eure Lebensführung nicht nach der Weise dieser Weltzeit, sondern wandelt euch um durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr ein sicheres Urteil darüber gewinnt, welches der Wille Gottes sei, nämlich das Gute und (Gott) Wohlgefällige und Vollkommene.

Röm 12:2

Keine Angst vor dem Tod

er sollte ja durch Gottes Gnade für jeden (= zum Besten eines jeden) den Tod schmecken.

Heb 2:9

Jesus hat für uns den Tod geschmeckt. Wenn wir über das Wort “schmecken” nachdenken, merken wir, dass es ganz viel mit Empfinden und Erfahrung zu tun hat. Jesus hat für uns diese abscheuliche Todeserfahrung geschmeckt und im wahrsten Sinne des Wortes: durchlebt. Er selber ist das Leben. Er selber ist die Auferstehung. Der Tod konnte ihn nicht halten.

Jesus hat für uns den Tod geschmeckt, damit wir ihn nicht schmecken müssen. Warum tut der Herr Jesus soetwas? Aus Gnade. Aus Liebe. Weil wir es für ihn wert sind. Wie sehr er uns doch liebt und wie hartherzig ihn diese Welt (und manchmal leider auch die weltweite Gemeinde) ihn präsentiert. Ein Jesus der fordert. Ein Jesus der vieles von dir abverlangt. Aber eigentlich verlangt Jesus nur eines von uns ab: An Ihm zu glauben und ihm zu vertrauen. Wollen wir ihm vertrauen? Darf er uns mit seiner bedinungslosen Liebe wie eine Fackel entzünden, die die restliche Welt mit Hoffnung und dem Evangelium der Gnade in Brand setzt?

Jesus schmeckte den Tod. Damit wir ihn nicht schmecken müssen. Was für eine gute Nachricht. Wir müssen keine Angst vor dem Tod haben.

Ja, eines Tages wird unser Körper nicht mehr funktionieren und das Herz wird aufhören zu schlagen. Aber dann wird dir Jesus das gleiche sagen, was er dem Verbrecher am Kreuz gesagt hat: “Wahrlich ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!“ (Lk 23:43)

Und dort werden wir das erfahren, was das Wort Gottes uns schon verheißen hat:

“und wird alle Tränen aus ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, und keine Trauer, kein Klaggeschrei und kein Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ (Off 21)

Weitere Parallelstellen:

Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tode ins Leben hinübergegangen.

Joh 5:24

Jesus aber rief mit lauter Stimme aus: „Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat;

Joh 12:44

diese aber sind niedergeschrieben worden, damit ihr glaubt, dass Jesus der Gesalbte (= Christus, oder: der Messias), der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben in seinem Namen habt.

Joh 20:31

Da sagte Jesus zu ihm: „Wahrlich ich sage dir: Heute (noch) wirst du mit mir im Paradiese sein!“

Lk 23:43

Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat auch das Leben nicht.“

1.Joh 5:12

Jesus entgegnete ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch stirbt,

Joh 11:25

und um alle die in Freiheit zu setzen, die durch Furcht vor dem Tode während ihres ganzen Lebens in Knechtschaft gehalten wurden.

Heb 2:15

Wenn jemand mein Wort bewahrt (oder: hält), wird er den Tod in Ewigkeit nicht schmecken

Joh 8:52

Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tode ins Leben hinübergegangen

Joh 5:24

gute Werke – von Gott bereitgestellt

Denn sein Gebilde (oder: Werk) sind wir, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott im voraus bereitgestellt hat, damit wir in ihnen wandeln könnten (oder: sollen).

Eph 2:10

Wow! Ich bin sein persönliches Werk. Allein über diese Wahrheit mal ein paar Minuten nachzusinnen, offenbart mir, wie wertvoll und einzigartig ich bin.

Ich bin ein Werk Gottes
Made by Gott

Kein Zufall, keine Nummer sondern ein Meisterstück mit einer Bestimmung. Ein Kind Gottes in und durch Jesus Christus zu sein.

geschaffen zu guten Werken“?
Sollte das ein ungesunden Druck in mir auslösen? Niemals. Selbst die guten Werke hat Gott in seiner Liebe und Gnade bereits im VORAUS bereitegestellt. Warum?damit ich in ihnen wandeln kann“.

Menschen die das tun. Einfach in den von Gott bereitegestellten guten Werken wandeln, werden a) nicht ausbrennen und b) nicht stolz werden.
Dann ist sein Jocht wahrhaft leicht und wir werden Ihm die Ehre für unsere Früchte hier auf dieser Erde geben.

Gebet:
Jesus, bitte zeige mir, welche Werke du für mich vorbereitet hast, damit ich in ihnen in Leichtigkeit wandeln kann und du die Ehre bekommst für das gute Werk was du in mir angefangen hast und vollenden darfst.

Wort Gottes – lebendig und wirksam

Denn lebendig (= voller Leben) ist das Wort Gottes und wirkungskräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert (oder: Messer): es dringt hindurch, bis es Seele und Geist, Gelenke und Mark scheidet, und ist ein Richter über die Regungen (oder: Gesinnungen) und Gedanken des Herzens;

Heb 4:12

Das Wort Gottes ist lebeding und wirksam. Es ist kein altes verstaubtes Buch. Es ist kein Regelwerk, welches ich mit ganzer Kraft versuche umzusetzen. Nein, das Wort selber ist lebendig und wirksam. Es tut ein tiefes Werk in mir. Meine Aufgabe ist es, diesen Worten Raum in meinem Leben zu geben.

Richter über die Gesinnungen und Gedanken des Herzens” mag sich vielleicht für den ein oder anderen erstmal abschreckend und negativ anhören. Aber dabei sei gesagt, das Wort verdammt uns nicht. Ganz im Gegenteil, es gibt mir diese intime Gewissheit, dass Gott mich liebt und er sein Sohn aus Liebe für mich gesandt hat, damit ich leben darf. Das Wort selber implementiert diese Wahrheit in meinem Herzen, dass es keine Verdammnis in Jesus Christus gibt.

Es richtet jede Lüge, jede falsche Gesinnung, jedes falsche Gedankenmuster in meinem Herzen. Das ist etwas positives. Es macht mich wahrhraftig frei und zu dem Menschen, der ich wirklich bin. So wie Gott mich geschaffen hat.

Wenn meine Gedanken mir sagen, ich bin wertlos und minderwertig, sagt mir das Wort dasss ich Gottes geliebtes Kind bin und unvorstellbar wertvoll für ihn bin.
Wenn meine Geadanken mir sagen, dass ich kraftlos bin, sagt mir das Wort, dass Jesus selbst meine Stärke ist.
Wenn ich mich orientierungslos fühle, sagt mir das Wort, dass Jesus selbst mein guter Hirte ist.
Wenn ich frustriert von diesem Leben bin, gibt das Wort mir einen Vorgeschmack vom Himmel, wo es kein Krieg, keine Träne, keine Krankheit mehr geben wird.
Wenn ich mich alleine fühle, sagt mir das Wort, dass ich es nicht bin sondern Jesus mich niemals verlassen wird.

Wenn es in meinem Charakter Mängel gibt (z.B. Unfreundlichkeit) dann
säen Bibelverse über Güte, Liebe und Freundlichkeit bereits neue Züge der Veränderung. Das Wort Gottes ist lebendig. Es bringt Leben hervor.

Wenn ich mich bisher falsch verhalten habe, dann wird das Wort Gottes etwas in meinem Herzen wirken, dass ich nicht weiterhin mir und meinen Mitmenschen diesbezüglich schade.
Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam.

Das ich aber ja nicht versuche aus eigener Kraft dies zu bewirken. Das ich bloß nicht versuche, dass zu tun, was das Wort Gottes tun möchte.
Nein, Gott, der das gute Werk in mir angfangen hat, wird es auch in der Kraft des Heiligen Geistes in mir vollenden. Damit ich mich nicht rühme. Alle Ehre ihm, wenn ich eines Tages meinen letzten Atemzug mache und zurückblicken darf, was er durch sein lebendiges Wort in mir gewirkt hat. Alles aus Gnade. Ja Jesus, wirke du in mir. Du darfst.

Mögen unsere Herzen gute Acker sein, die freudig das Wort Gottes aufnehmen. Denn er selber ist das Wort.

Parallelstellen, dir mir zu diesem Vers sehr gefallen:

Deshalb sagen wir auch Gott unablässig Dank dafür, dass ihr nach Empfang des von uns gepredigten Gotteswortes es nicht als Menschenwort angenommen habt, sondern als das, was es ja in der Tat ist, als Gottes Wort, das sich nun in euch, seitdem ihr gläubig seid, auch wirksam erweist.

Thessalonicher 2:13

ihr seid ja nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen wiedergeboren (oder: neugeboren), nämlich durch das lebendige und ewigbleibende Wort Gottes.

Petrus 1:23

Und ihr seid unsere und (so auch) des Herrn Nachfolger geworden, nachdem ihr das Wort trotz schwerer Leiden mit der Freudigkeit angenommen hattet, die der heilige Geist wirkt,

Thessalonicher 1:6

ich hege eben deshalb auch die feste Zuversicht, dass der, welcher ein gutes Werk in euch (oder: bei euch, unter euch) angefangen hat, es auch bis zum Tage Jesu Christi vollenden wird.

Phil 1:6

Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen;

Kol 3:16

Lehre mich, führe mich

Lehre mich das dir Wohlgefällige tun, denn du bist mein Gott:

dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn!

Ps 143:10

Was für ein einfaches aber tiefes Gebet: “Lehre mich, …. führe mich”.
Es war nie vorgesehen, dass wir uns hier alleine durch’s Leben schlagen. Gott möchte uns helfen. Er liebt diese Gebete der Abhängigkeit, wie ein Papa es liebt wenn sein Kind zu ihm kommt und fragt: “Papa, kannst du mir dabei helfen? Papa, wie mache ich…., Papa, was denkst du über…”.

Aber haben wir immer diese Ruhe, im Alltag mal Inne zu halten und Jesus bei unseren Tätigkeiten und Plänen zu fragen:
“Was denkst du darüber?”,
“Was denkst du wie sollte ich es tun?”,
“Jesus, bitte bringe mir bei wie man richtig ….”,
“….

Erlauben wir Gott zu uns zu sprechen? Sind wir offen für seine Führung? Wahrscheinlich hätte ich mir schon das ein oder andere ersparen können, wenn ich Gott einfach mal vorher gefragt hätte. 🙂

Aber ist es nicht ermutigend, zu wissen, dass dort ein Gott ist, der FÜR uns ist und das sein GUTER (kein schlechter) Geist in uns lebt und uns führen möchte? Geben wir ihm Raum und Offenheit dafür, uns zu leiten und zu helfen.