Blind und kurzsichtig? Das solltest du niemals vergessen …

Ich bin zufällig im 2. Petrus 1 gelandet. Und mich haben besonders die ersten 9 Verse sehr angesprochen.

Vers 1:
Petrus spricht hier von einem kostbaren Glauben. Empfinden wir unseren Glauben auch als kostbar? Haben wir erkannt, wie wertvoll dieser ist? Was für ein Geschenk! Oder halten wir unseren Glauben immer noch “klein”? Er ist ja soo kostbar. Wir sollten unseren Glauben genießen und davon begeistert sein und genauso euphorisch reden können wie Petrus. Wir haben echtes Leben gefunden bzw. viel mehr empfangen.

Aber von welchen Glauben spricht Petrus hier eigentlich? Ein einfacher Glaube an den “lieben Gott”? Schau her, was Petrus direkt im ersten Vers noch schreibt: “… welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus…

Jesus Christus ist unsere Gerechtigkeit. Er ist unserer Retter. Jesus starb für unsere (deine und meine) Schuld am Kreuz. Jesus, der ohne Sünde war, wurde für uns zur Sünde. Warum? Damit wir im Umkehrschluss für immer gerecht gesprochen sind. Deshalb sind wir nicht stolz auf unsere Selbstgerechtigkeit. Weil wir wissen, dass vollständig gerecht gepsrochen sind, allein durch Jesus. Er hat es getan.

Papa Gott hat in seinem vollbrachten Werk am Kreuz eine 100% korrekte juristische gerechte Grundlage geschaffen, um dich zu segnen, um dich zu retten, um dir gerne sagen zu können: DIR IST VERGEBEN. Komm nach Hause. Werde mein Kind.

Deine Sünden liegen nicht irgendwo unter dem Teppich und kommen eines Tages wieder hoch. Jesus schrie am Kreuz: “Es ist vollbracht!”. Vergeben. Für immer. Durch das Kreuz. Halleluja. Deshalb gefällt es mir, dass Petrus hier vom “empfangen” spricht. Wir haben das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen. Nicht verdient. Sondern einfach empfangen. Er hat es für dich getan. Ahnst du langsam, wie sehr du eigentlich geliebt bist, dass Jesus so etwas für dich tut? Er wollte dich nicht verlieren. Huhie… schnell weiter zum zweiten Vers:

Vers 2:
Wusstest du, dass man Gnade und Friede in seinem Leben multiplizieren kann? Wer möchte das nicht!? In meinem Leben darf sich gerne Gnade und Friede vervielfachen. 🙂 Immer her damit. Aber wie? Petrus schreibt hier: Durch Offenbarung. Durch Erkenntnis. Je mehr wir unseren wunderbaren Retter Jesus sehen. “…Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil in der Erkenntnis Gottes und unseres Herrn Jesus! …

Vers 3:
Der nächste Knaller: Jesus schenkt uns selbst die Kraft, um so zu leben, wie es ihm gefällt. Auch hier gilt: Empfangen! Wir haben durch den Heiligen Geist Kraft empfangen. Jesus hat dich berufen. Diese Kraft mehr und mehr in meinem Leben als Nachfolger freizusetzen, will ich noch viel mehr entdecken. Und wie? Auch hier wieder: Durch die Erkenntnis.

Vers 4:
Wir haben Anteil an seiner göttlichen Natur. Boom! Würde es nicht in der Bibel stehen, könnte ich es kaum glauben. Aber es steht da. Also will ich es noch mehr erleben.

Vers 6-8:
Verse 6-8 sind selbsterklärend. Gleich komme ich zum eigentlichen Punkt, der mich sehr angesprochen hat. Hier Verse 6-8:

6 Aus der Erkenntnis Gottes folgt Selbstbeherrschung. Aus der Selbstbeherrschung wächst Geduld und aus der Geduld ein Leben im Glauben zur Ehre Gottes.
7 Aus der Ehrfurcht vor Gott entspringt die Liebe zu den Gläubigen, und aus dieser schließlich die Liebe zu allen Menschen.
8 Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, so lassen sie euch nicht träge noch unfruchtbar sein für die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.

Vers 8 gefällt mir auch sehr: Sie lassen uns nicht träge und unfruchtbar sein. Bingo, das wollen wir!

Aber nun zu dem eigentlichen Knackpunkt: Vers 9

Wem dagegen diese Dinge fehlen, der ist blind und kurzsichtig und hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen.

Womit fängt die Erkenntnis an? Was ist die Grundlage? Die Reinigung unserer Sünden. Das Evangelium. Das Kreuz. Die Auferstehung.

Blind und kurzsichtig? Worauf haben wir unseren Fokus? Haben wir dieses wunderbare Geschenk der Vergebung aus den Augen verloren? Schauen wir noch Jesus an? Sehen wir den Ewigkeitswert? Oder sehen wir gerade nur das Nächstliegende und den Betrug dieser Welt? Haben wir uns dazu verleiten lassen, uns zu vergleichen? Lass uns wieder auf Jesus schauen. Der Himmel ist unser Zuhause. Er wartet auf uns. Einges Tages werden wir dort sein. Aber auch hier auf der Erde werden wir es in der Endzeit mehr und mehr erleben, wie sich der Himmel durch uns Gläubigen hier auf Erden manifiestieren möchte.

Ich möchte nicht mehr blind und kurzsichtig für den Himmel sein …

Etwas tun oder etwas lassen?

Oft denkt man ja: Was muss ich tun, damit ich glücklich und gesund bin oder bleibe?

Oft ist man in diesem Denken drinn: Was gibt mir Kraft und Freude?

Ich hatte folgenden Gedanken

Was ist, wenn es gar nicht immer darum geht, etwas zu tun, damit ich glücklich bin sondern es einfach in Jesus Christus gegeben ist und ich eher aufpassen muss, dass mich nichts um diese geschenkte Glückseligkeit beraubt?

Nicht: Was gibt mir Freude?
Sondern: Was raubt mir die Freude? Lasse ich es zu?

Ich tue nicht etwas, um glücklich zu sein.
Sondern ich BIN bereits in Jesus glücklich und lasse es mir nicht mehr rauben.

Ich freue mich, weil ich bereits in Jesus glücklich bin.
Ich bin dankbar, weil ich bereits in Jesus glücklich bin.
Ich sorge mich nicht, weil ich mir mein Glück nicht nehmen lasse (und nicht damit ich mehr glücklicher werde).

Unterschiedliche Perspektiven

Mir hat es irgendwie geholfen, auch mal die andere Perspektive zu sehen:
1) Tue ich etwas, um glücklich zu sein
2) Oder passe ich auf, dass ich mir mein Glück durch dies oder das nicht kaputt machen lasse

Ich könnte jetzt auch noch paar Bibelstellen nennen. Zum Beispiel Joh 10:10 und diese ausarbeiten.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und Unheil anzurichten; ich aber bin gekommen, damit die Schafe Leben haben und Überfluß haben.

Johannes 10:10

Aber es sollte einfach nur ein kurzer spontaner Gedanke zwischendurch sein. 🙂

Wieso folgen mir keine Zeichen und Wunder?

Denen aber, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen (= dauernd zuteil werden): in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in (= mit) neuen Zungen reden, werden Schlangen aufheben und, wenn sie etwas Todbringendes (oder: Giftiges) trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“

Markus 16:17-18

Erlebe ich diese Zeichen?

Als ich diesen Vers gelesen habe, hatte ich folgende Fragen im Kopf:
Erlebe ich das?
Treibe ich Dämonen aus?
Erlebe ich Heilungen?
Werde ich diese Dinge irgendwann erleben, wenn ich mein Christsein so weiterlebe, wie ich es derzeit tue?
Werden mir diese Zeichen folgen?
Kann ich in paar Jahren auf mein Leben schauen und sagen: “Ja, diese Zeichen sind in meinem Leben regelmäßig vorgekommen.”
Was werden wir antworten, wenn ein Fremder die Bibel aufschlägt und uns fragt: “Erlebst du das? Stimmt das?”

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