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Warten auf Gott. Wie? Warum? Wann?

Warten auf Gott. Was bedeutet das überhaupt? Wie sieht es praktisch aus? Praktizieren wir es? Wie funktioniert es? Was ist eine Haltung des Wartens? In diesem Artikel möchte ich ein paar Gedanken zu diesem Thema teilen und dich ermutigen eine richtige Haltung des Wartens zu praktizieren. Dann wirst du erleben, wie gut und treu unser himmlischer Vater ist.

“Fangt bloß nicht ohne mich an …”

Am Anfang der Apostelgeschichte fordert Jesus seine Jünger auf, noch nicht mit dem Auftrag anzufangen. Sie sollten warten. Warten bis Gott den Heiligen Geist ausgegossen hat. Kannst du etwas erkennen? Gott möchte gar nicht, dass du alles aus eigener Kraft machst. Er möchte nicht, dass du es allein machst. Er möchte mit dir gemeinsam sein Reich bauen. In seiner Kraft. Er möchte Gemeinschaft mit dir. Er möchte durch dich wirken. Jesus teilt sein Leben mit dir. Es soll durch dich fließen. Aber zurück zur Geschichte. Die Jünger warteten also.

Wie haben die Jünger gewartet?

Ist dir aufgefallen, wie die Jünger auf Jesus bzw. auf die Ausgießung des Heiligen Geistes gewartet haben? Sind die alle zurück in ihren Alltag gegangen, haben solange auf Netflix ihre Serien zu Ende geschaut? Sind sie in den Urlaub gefahren? Haben sie einfach ein neues Projekt angefangen und sich gedacht “Ach Jesus wird sich schon melden, wenn er soweit ist…”.

Nein, sie beteten. Sie blieben mit Gott im Gespräch. Sie haben ihn weiterhin gesucht. Das gefällt mir. Und das ist auch schon unser erster Punkt. Warten auf Gott heißt auch immer Beten bzw. mit Gott weiter kommunizieren. Warten auf Gott heißt Gemeinschaft mit Gott. Wir können wie kleine Kinder neugierig fragen, wann und wie es weiter geht. Oder aufgeregt uns freuen, was Gott geplant hat. Die Bibel sagt, von Gott kommt nichts schlechtes. Also freu dich in dieser Haltung wie Gott wohl wirken und eingreifen wird. Einer der schönsten Dinge, die wir ganz bewusst üben und praktizieren können, ist, permanent mit Gott im Gespräch zu sein. Sprich mit ihm reden und von ihm hören. Ein Buch was mich dazu sehr inspiriert hat, war das 300 Jahre alte Buch (Leben in Gottes Gegenwart) von Bruder Lorenz. Aber auch die Schrift selber ermutigt uns dazu:

1.Thessalonicher 5,17
betet ohne Unterlass,

Was würde wohl mit unser Leben passieren, wenn wir eine Zeit lang uns nur darauf konzentrieren, diesen Vers in unserem Alltag mit Jesus zu praktizieren?! 😉 Es würde definitiv dein Leben verändern. Da bin ich mir sicher. Deshalb möchte ich selbst auch wieder mehr gute Gespräche mit Gott haben. Du auch?

David – ein Mann des Gebets

Die Psalmen sind voll davon, wie David eine Haltung des Wartens auf Gott praktizierte. Ein Beispiel finden wir im Psalm 27. Und dort ist es sehr interessant, zu beobachten, was das Wort “Warten” bzw. “Harren” im Grundtext bedeutet. Wollen wir uns das mal ansehen?

Psalm 27,14
Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Das Wort “Harren” (Warten) ist das hebräische Wort qâvâh und bedeutet unter anderem auch:

hoffen, erwarten, auflauern, sich sammeln, versammeln, erhoffen

H6960

Positiv sein

Und daraus kristallisiert sich auch unser zweiter wichtiger Punkt zu diesem Thema heraus: Warten auf Gott bedeutet keine innerliche Passivität. Sondern eine Haltung der Erwartung. Wir haben ein positives Mindset. Manchmal auch entgegengesetzt unserer Gefühle oder der Umstände. Aber wir haben einen Gott, der gut ist. Wir haben einen Gott, der gesagt hat, dass er uns niemand verlassen wird. Wir haben einen Gott, der gesagt hat, dass uns nichts von seiner Liebe trennen kann. Wir erwarten unseren Gott. Wir erwarten, wie er unser Leben lenkt, eingreift und wirkt. Wollen wir Ihm diesen Raum geben? Darf Gott wirklich Gott in unser Leben sein? 🙂 Wir werden es sicherlich nicht bereuen.

Psalm 25,5
Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils; auf dich harre ich den ganzen Tag.

Weitere Bilder in der Bibel

In der Bibel finden wir viele schöne Bilder und Gleichnisse, die unsere Abhängigkeit und das Warten auf Gott toll aufmalen. Wichtig ist mir, dass das Warten auf Gottes etwas Schönes ist. Es ist nicht langweilig, negativ und wir sind auch nicht auf dem Abstellgleis oder in einer langen Warteschlange. Nein. Warten auf Gott bedeutet Gemeinschaft. Schauen wir uns doch mal ein paar diese Bilder an. Ok?

Das Joch Jesu

Matthäus 11,29-30
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Weiß du was ein Joch ist? Wenn nicht, solltest du es rasch googeln oder hier lesen, um dieses Bild zu verstehen. Das Joch Jesu ist leicht weil er mit uns ist und mit uns geht. Er gibt die Richtung und die Geschwindigkeit vor. Und sein Tempo ist auf dich angepasst und wunderbar. Gehe einfach in seinem Rhythmus. Aber manchmal haben wir unsere eigenen Vorstellungen, sind auf uns selbst zentriert, lassen uns von anderen Faktoren beeinflussen und wollen indirekt das Ruder bzw. das Joch inkls. Last übernehmen. Plötzlich scheuert es im Nacken und unsere Knie fangen an zu zittern und der Lebensatem wird schwerer. Das wollen wir nicht. 🙂 Wir möchten es erleben, wie Jesus es versprochen hat: Sein Joch ist sanft und seine Last ist leicht. Was für ein schönes Bild für das Warten auf Gott. Wir schauen auf ihn. Wir orientieren uns an Jesus. Wir reden mit ihm. Wenn er wartet, möchten wir auch warten. Wenn er weitergeht, gehen wir in seiner Kraft auch weiter.

Weinstock und Rebe

Johannes 15,5
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Jesus ist der Weinstock. Von Ihm kommt die Kraft und das Leben. Und wir dürfen einfach seine Reben sein und von Ihm empfangen. Und noch dazu haben wir das große Privileg viel Frucht zu bringen. Aber nicht das wir uns diesbezüglich rühmen. Alles kommt von Ihm. Lass uns nicht versuchen selbst der Weinstock zu sein. Wir warten auf Ihn. Aber nicht separat und getrennt. Nein, wir sind permanent mit ihm verbunden.

Der gute Hirte

Johannes 10,14
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich,

Wir kennen das Bild bereits aus dem bekannten Psalm 23. Der Herr ist unserer Hirte. Wir sind die Schafe. Schafe, die Jesus beschützt, füttert, leitet und tröstet. Und manchmal sind wir auch “dumme” Schafe 🙂 … dann wird uns der gute Hirte wieder in die richtige Richtung rufen. Sind wir sensibel genug, um solche Rufe zu hören? Haben wir eine innerliche Haltung des Wartens? 😉

Der Heilige Geist

Jesus Christus lebt durch den Heilige Geist in und mit uns. Wir sind ein Geist. Und eine Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, uns zu leiten, führen und zu helfen. Geben wir Ihm Raum? Oder unterdrücken wir Ihn durch unsere Selbstzentriertheit? Er möchte uns so gerne leiten und durch uns wirken.

Die große Voraussetzung – Abhängigkeit, Hingabe, Vertrauen

Sprüche 3,5:
Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand,

Aber damit wir diese wunderschöne Beziehung durch Jesus Christus voll auskosten und genießen und erleben können, müssen wir die Haltung des Wartens einnehmen. Eine Haltung der Abhängigkeit und des Vertrauens. Du möchtest Gott erleben? Du möchtest eine tiefere Beziehung zu Gott? Dann entscheide dich ganz bewusst (auch wenn deine Gefühle etwas anderes sagen) Gott zu vertrauen und Ihm die Führung deines Lebens zu überlassen. Er ist ein guter Hirte, er wird dich sicher nach Hause bringen und mit dir viele Abenteuer erleben. Wenn du Ihm vertraust.

“Vertrau einfach Gott” hört sich manchmal leichter an als getan. Ich habe auch schon einige Phasen in meinen Leben erlebt, die sich überhaupt nicht gut angefühlt haben aber ich bin einfach dran geblieben Gott zu vertrauen. Selbst wenn mir schlecht vor Angst war und ich nicht mehr schlafen konnte, ich habe eine Haltung des Wartens eingenommen. Ich habe trotz Angst Gott vertraut und bin mit Ihm im Gespräch geblieben. Habe laut proklamiert: Gott du bist gut! Ich vertraue dich. Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Jesus Christus usw…

Und wenn diese Phasen vorbei waren, war ich immer soooo glücklich und ausgefüllt. Nicht weil die Phase/die Prüfung an sich vorüber war sondern WEIL ICH GOTT erlebt habe. Weil ich mich fallen gelassen haben und erleben durfte, wie er dieses Vertrauen nimmt und daraus etwas macht. Solche Phasen haben mir immer den größten Wachstum in meiner Beziehung zu Gott ermöglicht. Allein durch seine Gnade. 🙂 Du möchtest Gnade erleben? Dann lass los. Und ich meine nicht damit, dass wir total passiv werden sondern dass wir einfach unseren Teil tun und einfach vertrauen, dass Gott den Rest macht. Wenn er mir ein praktischen Schritt aufs Herz legt, führe ich ihn aus. Wenn nicht, erwarte ich weiterhin dass er gerade am Werk ist.

Umgekehrt habe ich aber auch schon viele Möglichkeiten verpasst weil ich selbst das Ruder in die Hand genommen habe und Gott nicht komplett vertrauen konnte. Deshalb habe ich mit eigener Kraft versucht, meinen Plan auszuführen. Aber weiß du was? Wir sind Lernende. Keine Verdammnis für die, die in Christus sind. Wir sind Kinder, die lernen in Gnade und Abhängigkeit zu wachsen. 🙂 Daher auch dieser Artikel, der dich ermutigen soll.

Es ist so befreiend.

Wenn man es komplett durchzieht, ist es so befreiend, Gott di Führung zu überlassen. Weil der ganze Druck und Planung und Verantwortung (im groben Sinne) bei Gott liegt. Du könntest dein Job vielleicht verlieren? Okay, dann hat Gott etwas neues vor. Du brauchst dich nicht zu sorgen. Er hat ja die Führung. Oh deine Freunde haben alle schon ein Studiumplatz oder ein Ausbildungsplatz? Okay, dann wird Gott dir noch deinen Platz zeigen. Was hat er dir gerade aufs Herz gelegt? Hey er hat die Führung. Oh nein du bist völlig orientierungslos? Dann sei einfach erstmal da, wo du gerade bist Salz und Licht und schau, wie Gott dich bewegt und was in deinem Herzen passiert. Bleib mit ihm in Gespräch. 🙂

Oh du hast Angst, wenn du dein Leben Gott gibst, dass er dich nach Afrika als Missionar schickt obwohl du total dagegen bist? Ganz ehrlich: Gott ist ein guter Vater. Er kennt dich. Er hat dich geschaffen mit all deinen Gaben, Talenten und Leidenschaften. Wenn er dir bereits etwas aufs Herz gelegt hat, dann wird er dich weiter in diese Richtung bewegen. Rede mit ihm darüber. Und wenn es “falsche” Wünsche sind, dann ist es doch gut wenn er sich nach und nach auflöst. Denn in seinem Plan kommt dein wahres Ich (so wie er dich geschaffen hat) vollständig zur Entfaltung und du wirst Fülle und Freude erleben. Auch wenn nicht alle leicht ist und wir nicht befreit von Problemen sind. Ganz im Gegenteil. Aber weiß du was? Gott ist mit dir. Wenn er dich irgendwo platziert, wird er dir immer die Gnade und Kraft geben es in Freude MIT IHM zu tun. Er wird dich nicht für den Rest deines Lebens an einen Ort schicken wo du frustriert und unglücklich bist. Nein, sondern wo du zu seiner Ehre strahlst und völlig aufgehst. 🙂 Vertrau Gott. Warte auf ihn.

Fehler erlaubt (und vielleicht sogar erwünscht!?)

Weiß du was mir echt wichtig ist? Du darfst Fehler machen. In der Haltung des Wartens darfst du Fehler machen. 🙂 Das ist ja gerade so befreiend. Selbst wenn ich mich mal verfahre oder verhöre, dann ist es doch Gott (der die Führung meines Lebens hat) der mich wieder zurück holt und in die richtige Richtung lenkt. Sei mutig. Wage Schritte mit Gott. Und selbst wenn es vielleicht nicht von Gott war, wirst du es schnell merken und hast dazu gelernt.

Ein großer Mann Gottes wurde mal gefragt, wie er denn so wunderbar gelernt hat, auf Gottes Reden zu hören und sich so sehr von Gott in seinem Leben führen zu lassen. Seine Antwort war ganz simpel: Durch Fehler! Durch Ausprobieren mit einem aufrichtigen Herzen lernen wir Gott mehr und mehr kennen. Aber wichtig ist, dass wir ganz praktisch einfach mal anfangen. Fang diesen Lebensstil der Abhängigkeit und auf Gott vertrauen einfach an. 🙂 Heute? Du hast den Heiligen Geist in dir, wenn du wiedergeboren bist. Er wartet schon lange darauf, endlich sein Werk in dir fortzuführen. Dich zu lehren. Dich zu ermutigen. Dich zu lenken. Seine Freude zu teilen. Durch dich zu wirken. Es warten vorbereitete Werke auf dich. Möchtest du sie entdecken?

Und wenn wir so ein Lebensstil anfange, werde wir Gott immer besser verstehen und seine Gegenwart in unserem Alltag wahrnehmen und dann haben wir plötzlich etwas zu erzählen, wie Gott in unserem Leben wirkt. Andere Menschen sehen diese Realität. Dann werden wir authentische Zeugen Jesu. Weil er in uns lebt und leben darf. Ganz praktisch im Alltag.

Fang einfach an, inkls. Fehler. 🙂

Der Teufel versucht dich in ein religiöses System zu pressen, damit du nicht in diese Fülle kommst. Selbst viele Theologen bebaupten so ein Leben sei zu radikal. Aber die Schrift zeigt uns ganz klar diesen Lebensstil. Und weiß du was? Ich möchte es. Ich möchte Gott erleben. Ich möchte so abhängig von Gott sein, dass ich in jedem kleinsten Detail erlebe, wie er mich führt, leitet und versorgt.

Du kommst in den Himmel wenn…

Wichtig ist mir trotzdem zu sagen: Du bist allein aus Gnade durch das Werk von Jesus Christus gerettet. Jesus allein rettet dich. Du kommst in den Himmel weil du an Jesus Christus glaubst. Wer er ist und was er für dich getan hat. Sein Blut wäscht dich rein.

Wie gut du Gottes Stimme und Führung wahrnimmst, entscheidet nicht darüber ob du in den Himmel kommst. Sondern allein Jesus Christus rettet. Es ist ein Geschenk. Aber dennoch wollen wir dieses Geschenk jetzt schon hier erleben und Frucht bringen zu seiner Ehre und dass viele weitere Menschen dieses Geschenk annehmen.

1 Kommentar zu „Warten auf Gott. Wie? Warum? Wann?“

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