Wie erlebe ich den Frieden Gottes_

Wie erlebe ich den Frieden Gottes? Praktische Schritte

Als Kind Gottes haben wir den Frieden Gottes. Wie wunderbar. Und es ist nicht ein anfälliger von Umständen abhängiger Frieden, wie die Welt ihn gibt, sondern ein Frieden der viel tiefer, robuster und unerschütterlich ist. Jesus selbst sagt es mit seinen eigenen Worten:

Johannes 14,27
Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch.
Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!

Es ist der Frieden von und in Jesus Christus.

Ein Merkmal vom Frieden Gottes

Und dieser Frieden Gottes ist höher als ALLER Verstand. Wir Menschen neigen dazu, alles kontrollieren und mit unserem Verstand verstehen zu wollen. Wir bewerten die Umstände und ordnen die Dinge nach unserem Verständnis und Maßstäben ein. Das führt dazu, dass wir in einigen Dingen besorgt und ängstlich sind. Der Frieden in dieser Welt basiert auf unsere Umstände und auf unseren Verstand. Das ist ein wildes Hin und Her und unsere Gefühle und Emotionen fahren manchmal Achterbahn. Kennst du das? Hast du Ruhe?

Das Wort Gottes sagt, dass du als Kind Gottes Frieden hast. Den Frieden Gottes der weit höher ist als dein Verstand. Sehnst du dich nach so einen Frieden? Aber wie erleben wir diesen Frieden Gottes? Inmitten der Herausforderungen, wo unser Verstand im Dreieck hüpft? Übrigens der Teufel möchte, dass du gestresst, besorgt und verängstigt bist. Warum? Weil wir dann selbstzentriert und viel anfälliger sind, für schnelle unbedachte Worte oder aus den schwankenden Gefühlen heraus, uns falsch anderen Menschen gegenüber verhalten. Und dann noch andere Menschen lieben und dienen? Ne dafür haben wir dann wirklich keine Ruhe bzw. Nerv mehr ? ;P Verstehst du was ich meine? Und Gottes Reden oder die Führung des Heiligen Geistes in so einem Zustand wahrzunehmen, wird dann auch schwieriger. Jesus hat es selbst gesagt: “Euer Herz erschrecke nicht.” Vertraue Jesus und halte dein Herz ruhig.

Sprüche 3,5
Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand;

Etwas was der Frieden Gottes tut

Der Frieden Gottes tut etwas wunderbares. Er beschützt unser Herz und unser Denken. Wir können mitten im Sturm den Frieden Gottes erleben und das schützt uns vor falschen besorgten Gedanken, die unser Handeln bestimmen Er beschützt unser Herz, falsche Dinge Raum zu geben und den Fokus zu verlieren. Besonders in schwierigen Situationen, wird der Frieden Gottes in deinem Leben für andere Menschen sichtbar. Dann können wir Salz und Licht sein aber auch unsere persönliche Beziehung zu Jesus stärken. Weil wir dann mal wieder erleben, wie real und treu er ist. Handeln wir aber übereilt aus Angst und Sorge verpassen wir diese Möglichkeit, dass Gott Gott in unserem Leben bzw. in dieser Situation sein darf. Gottes Frieden ist erfahrbar und schützt dein Herz.

Kolosser 3:15
Und der Friede Christi regiere (oder: walte) in euren Herzen…

Philipper 4:7
Dann wird der Friede Gottes,
der höher ist als aller Verstand,
eure Herzen und euer ganzes Denken
in Christus Jesus bewahren (= in Gewahrsam halten).

Praktischer Schritt: Wie erlebe ich den Frieden Gottes

Die große Frage ist nun, wie erlebe ich den Frieden Gottest? Was muss ich tun? Was für praktische Schritte gibt es für mich? Das erfahren wir ein paar Verse vorher. 😉 Denn ich denke wir sind uns alle einig, dass wir gerne dieses Geschenk, den Frieden Gottes, in unserem Leben mehr und mehr erleben möchten oder? Wir alle brauchen ihn so dringend und Jesus möchte gerne unser Frieden mitten im Sturm sein und uns erleben lassen, wie gut und treu er ist. Schauen wir uns mal Philipper 4:4-6 an.

Schritt 1: sich freuen!

Philipper 4:4
Freuet euch im Herrn allezeit! Noch einmal wiederhole ich’s: „Freuet euch!“

Es klingt verrückt aber einer der stärken geistlichen Waffen inmitten von schwierigen Zeiten, ist für mich Jubel und Freude. Und die Gründe dafür saugen wir uns nicht aus den Fingern sondern wir schauen auf Jesus.

  • Jesus ist immer bei uns und wird uns nie verlassen, das hat er versprochen
  • Jesus hat uns bereits gerettet
  • Er hat uns befreit und gereinigt.
  • Wir sind Kinder Gottes. Von Neuem geboren.
  • Wir haben in Jesus Christus ewiges Leben. Der Himmel ist unser Zuhause
  • Der Tod ist besiegt
  • Wir haben den Heiligen Geist in uns. Wir sind versiegelt mit ihm.
  • Gott wird etwas tun in der aktuellen Situation
  • Für Gott ist nichts unmöglich.
  • Gott ist gut.
  • Wir leben mit ihm zusammen.
  • Er läuft nicht planlos rum. Sondern er wird wirken.
  • usw…

Deshalb können wir uns über das was er bereits getan hat und wer wir bereits durch und in Jesus Christis sind erfreuen. Wir sind mit Gott verreint. Wir können uns völlig unabhängig der Umstände uns einfach an ihn erfreuen. Das was Gott getan hat ist so viel größer als unserer temporäre Probleme. Und wir können ihm auch schon prophetisch danken, weil er ein Gott ist, der real ist und lebt und wirkt. Wir dürfen ihn erwarten.

Schritt 2: Menschen gut behandeln

Philipper 4:5
Lasst eure Sanftmut allen Menschen kund werden: der Herr ist nahe!

Es ist das Wesen Gottes, Menschen zu dienen und zu lieben. Die gleiche Gesinnung sollten wir als Kinder Gottes auch haben. Nicht als Belastung sondern als befreienden Lebensstil. Jesus selbst war ein Diener und hat folgendes gesagt:

Matthäus 20:28
wie ja auch der Menschensohn nicht gekommen ist, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen und sein Leben als Lösegeld hinzugeben für viele.“

Matthäus 23:11
Der Größte unter euch soll euer Diener sein.

Lasst uns dem Teufel keinen Raum geben, indem er Spaltungen, Streit und Negativität zwischen uns und anderen Menschen verursacht bzw. gebraucht. Wir kämpfen nicht gegen Menschen sondern sondern mit den (überirdischen) Mächten, mit den (teuflischen) Gewalten, mit den Beherrschern dieser Welt der Finsternis, mit den bösen Geisterwesen in der Himmelswelt. (Siehe Eph. 6,12).

Lasst uns nicht aufhören in der Gesinnung und in der Kraft des Heiligen Geist aneinander zu lieben und zu dienen. Dazu sind wir geschaffen. Der Feind möchte, dass wir uns selbst zum Mittelpunkt machen.

Schritt 3: Auf Jesus schauen – Ewigkeitsperspektive

Philipper 4:5
Lasst eure Sanftmut allen Menschen kund werden: der Herr ist nahe!

Wir lieben in einer gefallenen Welt mit einem besiegten Teufel. Das wissen wir. Und dennoch klammern wir uns im Eifer des Gefechts so sehr an temporäre vergängliche Dinge. Wir sind hier auf eine Durchreise. Wir sind Burger des Himmels. Wir dürfen noch zu Ehre Gottes noch eine Weile hier bleiben in dieser gefallenen Welt, um Salz und Licht zu sein. Und um Menschen das Evangelium zu bringen, damit so viele wie möglich gerettet werden. Eine Sache übrigens, die du im Himmel nicht mehr tun kannst: Gemeinsam mit Gott in einer gefallenen kaputten finsteren Welt Licht und Hoffnung zu sein und Menschen den Weg zum ewigen Leben zeigen.

Gott ist mir dir in dieser Zeit. Diese Welt ist nicht deine Endstation. Er hat einen Plan. Er wird dich hier duchtragen, stärken, ermutigen und gebrauchen zu seiner Ehre. Genieße diese Reise.

Philipper 1:6
ich hege eben deshalb auch die feste Zuversicht, dass der, welcher ein gutes Werk in euch (oder: bei euch, unter euch) angefangen hat, es auch bis zum Tage Jesu Christi vollenden wird.

Und bei all dem Ganzen vergiss bitte nie: Wenn du in Christus bist, dann wartet der Himmel auf dich. 🙂 Das Beste kommt für dich noch. Lasst uns die Ewigkeit nicht aus den Augen verlieren.

Offenbarung 21:4
und wird alle Tränen aus ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, und keine Trauer, kein Klaggeschrei und kein Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“

Schritt 4: Keine Sorgen – Dankbarkeit

Philipper 4:6
Sorgt euch um nichts, sondern lasst in jeder Lage eure Anliegen durch Gebet und Flehen verbunden mit Danksagung vor Gott kund werden!

Ein weiterer praktischer Schritt ist sich nicht zu sorgen sondern (manchmal auch entgegensetzt unserer Gefühle) Gott zu vertrauen. Sorgen sich ungesund, ändern nichts und machen uns anfällig in diversen Bereichen. Es ist völlig in Ordnung und normal wenn Sorgen in dir hoch kommen. Die Frage ist nur, was machst du damit? Belässt du es dabei? Sorgen ist negatives Meditieren. Gott möchte dass wir all unsere Sorgen auf ihn werfen. Warum? Weil wir ihm vertrauen können und er gut ist und er sich um sorgen möchte. Aber wir haben einen freien Willen. Gott wird dir deine Sorgen nicht gewaltsam aus der Hand reißen und sagen “Sooo nun übernehme ich mal das Ruder…” sondern er wartet, dass du bewusst die Sorgen an ihm abgibst.

1 Petrus 5:7
Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch!

Du möchtest Jesus erleben? Dann fang an ihn auf allen Ebenen zu vertrauen. Besorgt dich etwas? Dann sprich es laut aus und sag “Jesus, diese Sorge werfe ich nun auf dich. Du bist gut. Ich vertraue dir, dass du dich darum kümmerst. Ich werde das tun, was zu tun ist, aber ich trage es nicht mit meiner Kraft. Es ist dein Kampf. Ich vertraue dir.” Oder so ähnlich.

Ich durfte es schon ein paar mal in meinem Leben erleben, dass ich meine Sorgen in dieser lauten Form Jesus übergeben habe. Manchmal musste ich es mehrmals am Tag machen oder sogar mehrere Tage. Und weiß du was dann passiert ist? Obwohl sich erstmal nicht viel an der Sache geändert hat, habe ich plötzlich den Frieden Gottes in mir gespürt. Ich konnte es mir nicht erklären. Obwohl die Umstände doof waren, war meine Seele so ruhig und geborgen. Das war wirklich übernatürlich oder wie es Philipper 4 bereits sagt: “der Friede Gottes, der höher ist als aller Verstand

Wir erfahren den Frieden Gottes wenn wir permanent mit Gott “connected” sind und ständig mit im in Dialog sind (reden, hören, gemeinsam still sein). Ein weiterer Punkt ist Dankbarkeit. Unseren Herzen tut es gut, wenn wir uns in Dankbarkeit üben. Weg von Negativität (das möchte der Teufel) und hin zu was Jesus in der Vergangenheit für uns schon alles treu getan hat und ein prophetischer Dank für das was er auch diesmal wieder tun wird.

In den Psalmen sehen wir diesen Stil ganz oft. David schüttet Gott sein Herz aus. All die Sorgen und Ängste legt er vor Gott nieder. Spricht sich vor Gott so richtig aus. Selbst das ist schon heilsam, wenn wir einfach anfangen vor Gott alles rauszulassen was uns belastet. Und dann gibt es oft in den Psalmen irgendwann eine “Wende”, wo David anfängt von seinen Sorgen wegzuschauen, und anfängt Gott zu preisen: “Aber Herr du wirst…”, “Wie du es schon bisher getan hast, wirst du…..” “Du bist treu und wirst…”.

Wer aber von euch vermöchte durch all seine Sorgen der Länge seiner Lebenszeit (vgl. Mt 6,27) auch nur eine Spanne zuzusetzen?

Jesus in Lukas 12:25

Das große “Dann”

Also wir haben in den Versen nun folgende Punkte gesehen:
1) sich freuen
2) Menschen sanftmütig behandeln
3) positive Ewigkeitsperspektive: Der Herr ist nahe
4) keine Sorgen – Dankbarkeit

Philipper 4:4-6
Freuet euch im Herrn allezeit! Noch einmal wiederhole ich’s: „Freuet euch!“
Lasst eure Sanftmut allen Menschen kund werden: der Herr ist nahe!
Sorgt euch um nichts, sondern lasst in jeder Lage eure Anliegen durch Gebet und Flehen verbunden mit Danksagung vor Gott kund werden!

Weiß du was das erste Wort in Vers 7 ist? Der Vers der ja über den Frieden Gottes spricht, den wir ja erleben möchten. Es ist das Wort “Dann”. Wir sehen also ein ganz klaren Zusammenhang. Der Vers steht nicht nur für sich alleine sondern bezieht sich auf die (praktischen) Verse zuvor, die wir uns gerade angeschaut haben. Es kommen all die Schritte, die wir gerade beschrieben haben und dann kommt: DANN

Philipper 4:7
…. DANN WIRD der Friede Gottes, der höher ist als aller Verstand, eure Herzen und euer ganzes Denken in Christus Jesus bewahren (= in Gewahrsam halten).

Ist es nicht wunderbar? 🙂 Der Frieden Gottes ist für dich da. Du darfst ihn erwarten und ergreifen. Fang einfach an zu lernen, dich jeden Tag am Herrn zu erfreuen, andere Menschen zu dienen und dich auf den Himmel zu freuen und dich um keine temporären Dinge zu sorgen sondern Jesus in deinem Alltag zu vertrauen. Rede ganz viel mit ihm. Dank ihm. Lass dich nicht zur Negativität verleiten. Schau nicht auf dich selbst und versuch nicht alles aus eigener Kraft zu kontrollieren sondern schau auf unseren wunderbaren Hirten: Jesus Christus. Er ist gut und treu. Wenn wir ihm vertrauen und somit Raum geben, werden wir seine Güte erleben.

Amen und Gottes Segen dir. 🙂

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